eNDUSTRY 4.0

Projektbeginn : 01.10.2016 Projektende : 31.03.2018

eNDUSTRIE 4.0 – Kompetenzvertiefung für Unternehmen im Themenfeld Industrie 4.0 

Die Digitalisierung wird Prozesse, Strukturen und Technologien in Unternehmen verändern – ebenso werden sich die Rollen, Aufgaben und Arbeitsweisen der Mitarbeiter_innen wandeln. Die „neuen“ Hebel für Effizienzsteigerung und unternehmerischen Erfolg liegen in immer intelligenteren Sensoren, die über das Internet of Things (IoT) miteinander kommunizieren und ihre Services anbieten. Leistungsfähige Algorithmen zur Analyse der resultierenden Daten ermöglichen eine immer gezieltere Ansteuerung einzelner Komponenten und versprechen enorme Leistungspotentiale, Flexibilitätsgewinne und Energieersparnisse. Prozesse können besser gesteuert werden, Energie kann effizienter genutzt werden, mit Big Data Analysen wird die Planung präziser, Losgrößen kleiner und Unternehmen können auf dieser Basis neue Services und Geschäftsmodelle entwickeln.

Diese digitale Transformation stellt produzierende Unternehmen jedoch auch vor immense Herausforderungen. Um zukünftige Entwicklungen im Bereich Industrie 4.0 besser antizipieren und neue, innovative Produkte und Dienstleistungen fördern zu können, bedarf es in den Unternehmen einer umfassenden und spezialisierten Kompetenzvertiefung in Industrie 4.0 Themengebieten.

Die TU Wien entwickelt deshalb gemeinsam mit der FH Technikum Wien, der Donau- Universität Krems sowie weiteren wissenschaftlichen Partner_innen in Zusammenarbeit mit engagierten Unternehmen, eine zukunftsorientierte und maßgeschneiderte Qualifizierungsmaßnahme.

Im Zuge des gegenständlichen Qualifizierungsnetzes „eNDUSTRIE 4.0″ werden gemeinsam mit den UnternehmenspartnerInnen stark nachgefragte, zukunftsrelevante Themen identifiziert und in vorläufig 23 ganztägigen interdisziplinären Kerncurricula-Workshops bearbeitet. Dabei werden insbesondere folgende Schwerpunkte adressiert, bei denen horizontal durchlässige Learning Outcomes und breite Kompetenzvermittlung im Vordergrund stehen: Digitalisierung, Smart Manufacturing, Automation und kollaborative Robotik; Energieeffizienz in der Produktion, ressourcenschonender Lebenszyklus und Kreislaufmanagement; Innovationsstrategien, Geschäftsmodelle und Design von digitalen Produkten; oder interdisziplinäre Querschnittsthemen wie Sicherheit in Sensornetzen, Chancengleichheit oder Rapid Prototyping.

Die didaktischen Methoden umfassen dabei unter anderem dialogorientierte Impulsvorträge, Gruppendiskussionen, technische live Demonstrationen von Best Practice Ideen zum Lernen durch Begreifen, Projektarbeiten in Kleingruppen, geführte Exkursionen zu themenrelevanten Vorzeigebetrieben und Laborübungen, einen geplanten Hands-on Hackathon, sowie einen moderierten Ideenmarktplatz als Vernetzungsevent.

Die angestrebten Ergebnisse beinhalten eine Erhöhung der Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationskompetenz in den beteiligten Unternehmen durch teilnehmende Know-How-TrägerInnen, sowie einen erfolgreichen Beitrag zur nachhaltigen Etablierung von branchenrelevantem, innovativem Wissen und neuen Kooperationen.

Aus dem Grenzgebiet zu Tschechien konnten vier Unternehmen gewonnen werden um sich für dieses zukunftsrelevante Thema zu qualifizieren.

Gerade für diese Region sind Know-How Gewinn, Innovation und Vernetzung wesentliche Faktoren um den unternehmerischen Erfolg sicher zu stellen. Die Unternehmen profitieren durch diese Initiative durch Wettbewerbsvorteil und Nutzung der vorhandenen Synergien.

Poster eNDUSTRIE 4.0

 

 

About Lampros Fotiadis

Dipl.-Ing. Lampros Fotiadis M.B.A. wurde 1980 in Griechenland geboren. Mit seiner Leidenschaft für Technik absolvierte er das „Electrical and Computer Engineering“ Studium der Aristotle University of Thessaloniki (Griechenland) in 2004, in dem er sich auf Elektronik und Informatik spezialisierte. In seiner Diplomarbeit entwickelte und simulierte er ein real-time rekonfigurierbares, multizonen, fuzzy-logic, System-on-Chip Heizungssystem. Um das Ingenieurswesen ganzheitlich verfolgen zu können, schloss er 2006 erfolgreich seinen Master in Business Administration an der University of Macedonia (Griechenland) ab. In seiner Masterarbeit untersuchte er die Beziehung zwischen Europäischem Umweltrecht und dem Europäischen Energiemarkt. Er arbeitete über 10 Jahre als Experte im Bereich IT und physische Sicherheit und beriet Unternehmen unter anderem in den Bereichen Systemdesign, Requirementsanalyse, Systemintegration und Produktmanagement. Überdies beschäftigt er sich mit der Extraktion von Wissen aus Daten, maschinellem Lernen, autonomen Fahren und Smart Grids. Seit Februar 2017 arbeitet er als Projektmitarbeiter am Institut für Computertechnik in der Energy&IT Group, in der er besonders Know-How als IT und Physical Security Consultant im Bereich Smart Grids und Industrie 4.0 einbringen kann.
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