SONDER – Antrag im ERA-NET Smart Energy Systems Call

Projektdauer:
Ab: 01.09.2019
Bis: 31.08.2022

Partner:
PowerSolution Energieberatung GmbH
Technologieplattform Smart Grids Austria
Allmobil GmbH

Es wird erwartet, dass lokale und regionale Energiesysteme zu wichtigen Partnern für Verteilernetzbetreiber werden und einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität des Energiesystems leisten. Es gibt keine Kontrollstrategien für Gemeinden, um verteilte Energiequellen zu verwalten, die lokale Effizienz zu optimieren, Flexibilität in einer zunehmend digitalen Welt zu bündeln, zu koordinieren und zu steuern und diese Flexibilität auf den Gas- und Strommärkten anzubieten.

Moderne Trends bei der massiven Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Integration neuer Arten von Verbräuchen wie Elektrofahrzeuge und Rechenzentren stellen die Herausforderungen für bestehende Stromverteilungssysteme auf lokaler und regionaler Ebene in Frage. Darüber hinaus werden neue Akteure wie Aggregatoren dazu angeregt, die Nutzung des Netzes zu optimieren – nicht um es als Infrastruktur zu optimieren oder auszugleichen. Daher erfordert die Schaffung von gut integrierten und effizienten intelligenten Energiesystemen neue Optimierungsstrategien. Zusammen mit den Bedürfnisinhabern, die kurz davor stehen, eine regionale lokale Energiegemeinschaft zu werden, wollen wir einen skalierbaren Multi-Service- und Multi-Level-Ansatz entwickeln, der die Entwicklung von integrierten lokalen und regionalen Energiesystemen unterstützt, die effizient bereitstellen, hosten und verwalten können Nutzung hoher Anteile erneuerbarer Energien.

Typischerweise können Leistungsspitzen in lokalen Verteilungsnetzen gepuffert werden, aber die Unvorhersehbarkeit von erneuerbaren Energiequellen, stark variierende Verarbeitungsanforderungen in Rechenzentren, ungenutzte Effizienz von Gas, Elektrizität und Biokraftstoffen in Gebäuden, mobilen Elektrofahrzeugen führen zu unbekannten Korrelationen in Zeit und Raum. Aufbauend auf dem vorhandenen Wissen über nationale und regionale Projekte wollen wir das Potenzial von Aggregationsdiensten für Erzeugung, Verbrauch, Nachfragereaktion und Energiespeicherung in einem gesamteuropäischen Umfeld untersuchen, einschließlich Datenzentren, private und industrielle Nutzer.

Zusammen mit Stakeholdern in NGOs, Industrie und ESCOs wollen wir neue Servicekonzepte für lokale und regionale Energiegemeinschaften schaffen, um ihren Energieüberschuss und -bedarf auszutauschen. Die Dienste sollten eine lokale Steigerung der Effizienz im Vergleich zu anderen Regionen in Betracht ziehen, lokale Optimierungen, die höhere Resilienz- und Versorgungssicherheitsziele beinhalten, und Orchestrierung oder Bündelung noch nicht genutzter Flexibilitäten, um ihre potenzielle Akzeptanz durch Marktteilnehmer zu erleichtern.

Die Basistechnologien sind die Verwendung bestehender Konsummodelle, die Anwendung neuartiger KI-Strategien zur Optimierung der lokalen Effizienz mit dem Ziel, die Flexibilität durch Vorhersage zu erhöhen, und die aktive Teilnahme von Prosumenten an einem zellulären, europaweiten Ansatz. Darüber hinaus werden wir korrelierende Lastprofile von neuartigen Akteuren (wie EVs und Rechenzentren) betrachten, um auf AI basierende Algorithmen zu entwickeln, um diese Lasten geografisch und zeitlich optimal zu platzieren. Mit anderen Worten, unser Wissen über die Netze und den Leistungsfluss ermöglicht es uns, optimale Bedingungen für den Netzbetrieb, aber auch für die Erweiterung und den Ausbau verschiedener Lasten und deren Eigenschaften vorherzusagen. Wir werden daher die Bedürfnisse verschiedener Stakeholder (wie ESCOs, Verteilernetzbetreiber, Rechenzentrumsbetreiber, lokale Behörden) nicht nur durch direkte Beteiligung an Szenariointerviews extrahieren, sondern auch durch gezielte Datenanalysen, die direkt Optimierungsbereiche aufzeigen und Interessen verschiedener Stakeholder kombinieren. Basierend auf realen Daten von mehreren Smart Energy System Piloten in Europa (zB Österreich, Schweden, Schweiz und Irland) und durch die Anwendung von AI-Strategien werden wir in der Lage sein, verschiedene regionale Unterschiede zu korrelieren und zu bewerten und Optimierungspunkte zu finden Interaktion in Bezug auf die Eigenschaften neuer Arten von Lasten sowie die Bedürfnisse der Interessengruppen. Als Ergebnis des Projekts betrachten wir eine Sensitivitätsanalyse und ein gemeinsam erarbeitetes System von Empfehlungssystemen, die Multi-Service (zB EV-Laden und Rechenzentrumsbetrieb, Gebäudeautomatisierung) und mehrstufige (dh lokale vs. regionale) Optimierung in Bezug auf Belastungsmerkmale und spezifische Anforderungen.

About Alexander Wendt

Dr. Alexander Wendt arbeitet als Projektassistent auf der TU Wien, Institut für Computertechnik (ICT). Nach dem Studium Technische Physik auf der TU Wien arbeitete drei Jahre als Safety Engineer bei der Firma Frequentis AG. Von 2010 bis 2016 arbeitete er am Institut für Computertechnik an seiner Dissertation im Bereich künstliche Intelligenz. Seit 2011 ist er in der Energy & IT Gruppe tätig. Seine Forschungstätigkeit konzentriert sich auf den Gebieten künstlicher Intelligenz sowie Smart Grids. Fokus seiner Arbeit liegt in der Entwicklung von Softwarearchitekturen, die ihren Einsatz als Server, Agenten oder Steuerungsprogramme in Smart Grids-Projekte finden. Seit 2014 arbeitet er an die Anpassung und Umsetzung kognitiver Architekturen als Steuerungssysteme von Gebäuden und anderen Applikationen. Er hat 20+ Papers publiziert. Bei IECON 2013 war er Session Chair für die Sessions „Cognitive Architectures and Multi-agent Systems” und “Smart and Universal Grids”. 2016 wurde er auf die ERF 2016 (European Robotics Forum) zum „SPARC Workshop on cognitive robotics”, wo er für die Arbeitsgruppe der kognitiven Architekturen zuständig war.
Bookmark the permalink.

Comments are closed.